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Unternehmerische Entscheidung bei schwächeren Konjunkturaussichten, insbesondere in der Industrie

27.05.2019, Boysen Consulting erstellt von Dr. Werner Boysen

Der Geschäftsklimaindex des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. (Ifo) ist im Mai deutlicher gefallen als die Wirtschaft es bislang angenommen hatte.

Erstmals wird auch der Dienstleistungssektor von der Abschwächung erfasst. Ifo-Konjunktur-Chef Timo Wollmershäuser äußerte gegenüber der FAZ.net, dass Anzeichen für eine Verbesserung in den nächsten Monaten nicht erkennbar seien.

Philipp Scheuermeyer, Konjunkturfachmann bei der KfW-Bank, merkt an, dass die politische Unsicherheit insgesamt hoch bliebe. Sie würde die globale Investitionsbereitschaft und damit auch einen bedeutenden Teil der deutschen Unternehmen belasten.

Nun weiß man auch, dass eine Welle von Äußerungen negativer Erwartungen tatsächlich wie eine self-fulfilling prophecy wirken kann. Vorsichtige Kaufleute fahren ihre Kapazitäten zurück und passen ihre Strukturkosten an die Prognosen an.

Es kann aber auch ganz anders kommen. Wenn sich die Handelskonflikte entspannen und der Investitionsstau, insbesondere in der Industrie aufgelöst werden soll, können gerade Unternehmen, die sich auf eine prosperierende Konjunktur eingestellt haben, profitieren.

Eine sorgfältige unternehmerische Abwägung von Chancen und Risiken lohnt sich gerade jetzt!