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Geschäftsbanken erwarten mehr neue Restrukturierungsfälle

05.12.2018, Boysen Consulting

Das 13. Restrukturierungsbarometer, das das „FINANCE Magazin“, das von der Frankfurt Business Media GmbH (FAZ-Fachverlag) in Kooperation mit dem Kölner Beratungshaus „Struktur Management Partner GmbH“ unter 83 Professionals des Intensive Care-Bereichs von Geschäftsbanken durchgeführt hat, weist einen Anstieg der Anzahl von Unternehmen aus, die restrukturiert bzw. saniert werden müssen. Die Studie zeigt auch, dass tendenziell erheblich weniger Unternehmen, die in die Intensivbetreuung ihrer Geschäftsbank übergeben wurden, erfolgreich saniert und an die lokale Betreuung zurückgegeben werden (nur noch 33%).

30% der Befragten gaben an, dass sie in den vergangenen sechs Monaten mehr neue Restrukturierungsfälle auf den Tisch bekommen hätten, deutlich weniger Befragte gaben an, dass sie im selben Zeitraum weniger neue Fälle bekommen haben. 42% der befragten Banker geht davon aus, dass die Anzahl der Restrukturierungen künftig deutlich zunehmen wird. Nur 7% der Befragten geht von einer abnehmenden Anzahl neuer Restrukturierungsfälle aus. Gegenüber der letzten Befragung im Frühjahr 2018 ist dies ein klarer Trend.

29% der Befragten ist außerdem der Auffassung, dass die Finanzierung bei Restrukturierungsfällen schwieriger geworden ist als in der Vergangenheit – gegenüber nur 7%, die angeben, dass Finanzierungen eher einfacher werden.

Der Bereich „Textil und Bekleidung“ führt die Liste der Restrukturierungsfälle vor dem Sektor „Handel und E-Commerce“ und der „Fahrzeugbau und -zubehör“ auf Platz drei.

Die Befragten gaben unter anderem an, dass ihrer Meinung nach Restrukturierungsaufgaben in Geschäftsbanken tendenziell stärker zentralisiert werden, sehen damit aber mehr Nachteile als Vorteile verbunden.